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Periorale Dermatitis Ernährung: Entzündungshemmend essen

Gepostet von Lara Schimweg am
Periorale Dermatitis Ernährung: Entzündungshemmend essen

Welchen Einfluss hat die Ernährung bei Perioraler Dermatitis?

Periorale Dermatitis wird durch Stress und vor allem durch Überpflege der Haut ausgelöst. Klingt erstmal nicht danach, als ob es viel mit Ernährung zu tun hätte. Jedoch hat Ernährung fast immer einen Einfluss, wenn irgend etwas mit uns aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Im Anfangsstadium der Perioralen Dermatitis sind meist Irritationen um Mund und Nase herum zu sehen. Später kann sich die Periorale Dermatitis auf das ganze Gesicht ausbreiten. Da die Ursache auch Hautpflegeprodukte sind, helfen diese normalerweise nicht bei der Behandlung. Deshalb ist es wichtig, eine Nulltherapie zu machen, in der du für gewisse Zeit komplett auf Hautpflege und Make-up verzichtest. Die Nulltherapie ist schwer durchzuhalten, weil die Intuition sagt: „Du musst etwas dagegen tun!“. Deshalb haben wir auch einen Artikel für dich mit Tipps, wie du die Nulltherapie leichter durchhältst.

Vielleicht hilft es dir, dass du innerlich etwas für deinen Körper tun kannst. Deine Haut ist entzündet und entzündungshemmende Lebensmittel können helfen. Übrigens ist das nicht nur während einer perioralen Dermatitis sinnvoll. Eine gesunde, vielfältige ausgewogene Ernährung tut nicht nur der Haut, sondern dem gesamten Körper gut.

Periorale Dermatitis Ernährung: Das kannst du konkret tun

Zucker reduzieren

Reduziere deinen Zuckerkonsum. Damit ist nicht gemeint, Süßigkeiten komplett zu streichen. Auch hier macht die Dosis das Gift. Genieß deine Schoko-Kekse, wenn dir danach ist.

Falls du der Meinung bist, dass du deinen Haushaltszucker, schon durch „gesunden Zucker“, ersetzt hast müssen wir dich wahrscheinlich enttäuschen. Brauner Zucker, Agavendicksaft, Honig, Trockenfrüchte, Kokosblütenzucker und Co sind ebenfalls Zucker. Wenn du dich wohler mit braunem Rohrzucker oder Kokosblütenzucker fühlst, ist das voll okay. Aber es ist und bleibt für den Körper nun mal Zucker. Egal ob er raffiniert ist oder nicht. Er treibt deinen Insulinspiegel nach oben. Sei besonders vorsichtig, wenn du Haushaltszucker durch Trockenfrüchte wie Datteln ersetzen willst. Sie enthalten nämlich viel Fruktose. Dadurch könnte es zu einer Verfettung der Leber kommen. Die Konsequenz könnte Diabetes sein. Wenn du mal eine paar Trockenfrüchte genießt, lass es dir schmecken. Zucker solltest du damit jedoch nicht ersetzen. Eine gesunde Alternative zu Zucker ist Inulin. Inulin wird aus Chicorée gewonnen und lässt den Insulinspiegel nicht ansteigen, da es viele Ballaststoffe enthält. Und das Beste: Inulin ist gut für dein Darm-Mikrobiom. Warum das gut ist erfährst du im nächsten Abschnitt.

Periorale Dermatitis: Ernährung für einen gesunden Darm

Isst du eigentlich regelmäßig (veganen) Joghurt und Fermentiertes?

Falls du das noch nicht ausprobiert hast, dann hast du jetzt einen Grund damit anzufangen. Denn in Kimchi, fermentiertem Reis, Kombucha und (veganen) Joghurt stecken gute Bakterien, die die Darmflora stärken. Damit diese guten Bakterien, die du über die Nahrung aufnimmst, sich gut vermehren können, brauchen sie das richtige Futter. Das steckt in ballaststoffreichem Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Auch Inulin kannst du in deine Ernährung einfügen. Damit kannst du zum Beispiel Joghurts süßen und dein Darm bekommt zusätzliche Ballaststoffe.

Johghurt mit Früchten

Tipp: Übertreibe es zu Beginn nicht mit Fermentiertem und Ballaststoffen. Der Darm muss sich an die Umstellung gewöhnen. Zu Beginn kann es auch mal zu Bähungen führen. Das ist aber nicht weiter schlimm.

Aber bedenke immer, jeder Mensch ist individuell. So eigen wie deine Haut reagiert, kann auch dein Darm sein. Es gibt Menschen, die abends nie einen Rohkostsalat essen können, weil sie einen empfindlichen Darm oder vielleicht eine entzündliche Darmerkrankung haben. Das Ziel ist auch nicht so viel rohes Gemüse wie möglich zu essen. Rohkost ist übrigens auch nicht die gesündeste Ernährung für den Darm. Schonendes Garen und Dünsten sind ideal. So bleiben die Vitamine erhalten und dein Darm wird nicht überfordert von der extrem faserreichen rohen Kost.

Periorale Dermatitis Ernährung mit entzündungshemmenden Fetten

Mit welchen Ölen kochst du eigentlich so?

Bratöle, wie Sonnenblumenöl und Distelöl sind nicht die besten Öle. Viel gesünder ist es Lebensmittel mit Olivenöl zu erhitzen. Lass das kaltgepresste Olivenöl jedoch nie zu heiß werden. Dünsten und schonendes Garen ist total okay. Fürs Anbraten kannst du dann ab und an Sonnenblumenöl, Distelöl oder auch Kokosfett verwenden. All diese Öle kannst du sehr hoch erhitzen. Übertreibe es aber nicht mit dem Kokosfett. Auch hier macht die Dosis das Gift.

Kaltgepresste entzündungshemmende Öle wie Walnussöl. Hanföl und Leinöl können deinen Speiseplan wunderbar ergänzen. Mach doch mal ein paar Tropfen Leinöl in deinen Joghurt oder gib ein bisschen Walnussöl über pikante Gerichte. Diese Öle solltest du allerdings niemals erhitzen. Sie sind Ideal für kalte Speisen.

Falls du Fisch isst, kannst du von dem enthaltenen Omega-3 Fetten profitieren. Diese hemmen überall im Körper Entzündungen. Eine pflanzliche Alternative ist die Leinöl. Allerdings kann pflanzliches Omega-3 nicht so gut vom Körper aufgenommen werden wie wild gefischter Fisch. Das ist jedoch eine Frage der Ethik. Wenn es dir vor allem um das Klima geht, macht es Sinn beim Fischkauf auf entsprechende Siegel zu schauen.

Merkhilfe: Entzündungshemmend essen

  • Zucker reduzieren
  • Fermentierte Lebensmittel: z.B. Kimchi, fermentierter Reis, Kombucha oder Joghurt
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel: z.B. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte oder Inulin
  • Entzündungshemmende Öle und Fette: z.B. Olivenöl, Walnussöl. Hanföl, Leinöl und Fisch

Was kann ich von einer gesunden Ernährung bei Perioraler Dermatitis erwarten?

Eine gesunde Ernährung kann Entzündungen mindern und die Heilung unterstützen. Erwarte jedoch nicht, dass das dazu führt, dass du deine Nulltherapie schnell wieder beenden kannst. Wichtig ist, dass du die Nulltherapie konsequent durchziehst und danach mit einer milden Hautpflege ohne Duftstoffe und reizende Inhaltsstoffe weitermachst und reizende Produkte meidest.

Eine gesunde Ernährung wird dir natürlich nicht nur bei deiner Perioralen Dermatitis helfen. In erster Linie wirst du dich fitter fühlen und beugst Krankheiten und Mangelerscheinungen vor. Zum Thema Ernährung gibt es noch eine Menge zu sagen. Dazu kommen noch ein paar Artikel und auch gesunde schnelle Rezepte.

Lara Schimweg

Über die Autorin

Lara Schimweg ist Gründerin von Xeno. Sie hat Sportwissenschaft und Gesundheitsforschung studiert und ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin. Lara hat Rosazea und sehr empfindliche Haut.

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