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Periorale Dermatitis

Gesicht einer Frau mit Perioraler Dermatitis

Anfangsstadium der Perioralen Dermatitis: ein helles Dreieck über dem Mund

Foto: Johannes Köhler, veröffentlicht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0

Was ist Periorale Dermatitis?

Periorale Dermatitis ist eine Entzündung der Haut im Gesicht. Sie wird auch Mundrose oder Stewardessenkrankheit genannt. Zu viele und vor allem zu reizende Kosmetikprodukte können die Ursache sein. Woher kommt die Mundrose? Eine Überreaktion der Haut führt im Anfangsstadium der Perioralen Dermatitis zu Irritationen um Mund und Nase herum. Später kann die Periorale Dermatitis auch den Bereich um die Augen betreffen.

Für die Behandlung der Stewardessenkrankheit ist es notwendig für eine gewisse Zeit auf Hautpflege und Make-up komplett zu verzichten, die sogenannte „Nulltherapie“.

Periorale Dermatitis Symptome

Periorale Dermatitis beginnt zumeist schleichend. Zuerst fühlt sich die Haut ein bisschen irritiert an. Es kommt auch häufiger zu Rötungen. Die Haut kann auch brennen und heiß werden. In vielen Fällen verträgt die Haut kaum noch Produkte und reagiert schon bei nur wenig Hautpflege oder Make-up. Das betrifft sogar oft Produkte, die sonst sehr gut vertragen wurden.

Wie erkenne ich Periorale Dermatitis?

Es bilden sich Rötungen, Bläschen oder trockene Stellen sowie Pickel und Entzündungen um den Mund herum. Deshalb auch der Name „Mundrose“. Ein ausgeprägtes Merkmal für diese Hauterkrankung ist ein helles sichtbares Dreieck, dass zwischen Nase und Mund entsteht. Dieser Bereich ist weder gerötet noch zeigen sich hier Pickel und Bläschen, obwohl die Haut drum herum sehr gereizt und entzündet ist. Wenn du bemerkst, dass deine Haut zunehmend empfindlicher wird, solltest du unbedingt auf deine Haut hören und weniger (reizende) Hautpflegeprodukte nutzen.
Falls du solche Symptome der Perioralen Dermatitis bei dir bemerkst, fragst du sich sicher: „Habe ich Periorale Dermatitis?“ Ähnliche Symptome gibt es jedoch auch bei Rosazea, Akne oder einem seborrhoischen Ekzem. Kläre am besten mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt ab, ob du die Periorale Dermatitis oder Akne, Rosazea, ein Ekzem oder eine andere Hautkrankheit hast.

Leider gibt es im Internet eine Menge irreführende Ratschläge, die eine Periorale Dermatitis verschlimmern können. Oft wird behauptet, dass bestimmte Produkte helfen. Dabei solltest du erst nach einer vollständigen Null-therapie wieder mit ganz minimalistischer Hautpflege beginnen.

Periorale Dermatitis Ursachen

Woher kommt Mundrose? Die Ursachen für die Periorale Dermatitis sind noch nicht endgültig geklärt. Verschiedene Ursachen könnten eine Rolle spielen, so kann eine Periorale Dermatitis durch Stress, Pilzbefall, Bakterien oder andere Ursachen ausgelöst werden. Neben Stress ist jedoch vor allem zu viel Kosmetik und die falsche Anwendung verantwortlich. Wenn du oft einen Mund-Nasenschutz tragen musst, wie z.B. während der Corona-Pandemie oder allgemein in medizinischen Berufen, kann dies ebenfalls eine Mundrose begünstigen, wenn weitere Ursachen dazukommen.

Periorale Dermatitis durch zu viel Kosmetik

Wie entsteht eine Periorale Dermatitis? Meist entsteht sie, wenn du zu viele Produkte für deine Haut verwendet hast. Damit meinen wir nicht deine einfache Hautpflege Routine oder ein leichtes Alltags Make-up. Vielmehr sind es die Trends in der Hautpflege, die dazu animieren immer mehr Schichten Hautpflege zu layern. Auch ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Produkten kann die Haut überfordern. Die Haut wird durch zu viel und falsche Hautpflege schleichend immer empfindlicher.

Zu viel Feuchtigkeit kann auch ein Problem für gesunde Haut sein. Auch beim Thema Feuchtigkeit kommt es auf die Dosis an. Die Folge ist, dass die Hornschicht aufquillt. Dadurch wird die Hautbarriere geschwächt und verliert die Fähigkeit sich alleine zu schützen.

Aber es gibt noch stärkere Mittel: Immer mehr chemische Peelings (Säurepeelings) mit schwindelerregenden Wirkstoff-Konzentrationen kommen auf den Markt. Dabei wäre es viel gesünder höchstens 1 - 2 Mal die Woche ein Peeling zu benutzen. Bei sehr empfindlicher Haut eignet sich da übrigens am besten ein sehr mildes Enzympeeling, weil du deine Haut so lediglich mild beim Abschuppen unterstützt.

Herkömmliche Naturkosmetik enthält oft Ätherische Öle, Rosenwasser, austrocknenden Alkohol und viele weitere reizende Stoffe, welche die Hautbarriere verletzen und Allergien auslösen können. Auch durch solche Naturkosmetik-Produkte kann die Haut so irritiert werden, dass eine Periorale Dermatitis entsteht. Seifen sind ein weiteres Problem. Sie sind zu basisch und greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Das sind allgemein Probleme, die bei der Umstellung auf Naturkosmetik entstehen können.

Pflanzenöle, die auf trockene Haut aufgetragen werden, wirken wie eine Reinigung und entziehen der Haut Fette. Ganz nach dem Prinzip Gleiches löst Gleiches. Deshalb kann auf Dauer ein Trockenheitsekzem entstehen.

Zusammengefasst: Durch zu viele und vor allem falsche Kosmetikprodukte kann eine Periorale Dermatitis entstehen. Wir haben das Glück eine wunderschöne robuste obere Hautschicht (Hornschicht) zu haben, die uns vor Umwelteinflüssen schützt. Wir brauchen also gar nicht viel Hautpflege. Die Beauty-Werbung wird einfach nicht müde uns immer wieder weiszumachen, wie wichtig es sei viele Produkte zu benutzen.

Dabei mag die Haut von Natur aus minimalistische Routinen. Sie liebt Wiederholungen und Regelmäßigkeit. Sie ist zufrieden, wenn du ihr ein bisschen unter die Arme greifst. Je nach Problem freut sie sich auch mal über ein Peeling oder den ein oder anderen Wirkstoff in deiner Routine. Nur zu viel ist einfach nicht gut.

Stewardessenkrankheit durch Stress

Es ist relativ sicher, dass die Periorale Dermatitis durch Stress begünstigt werden kann. Stress ist mitverantwortlich für unzählige Krankheiten. Stress reduzieren ist daher immer eine gute Idee, jedoch meist leichter gesagt als getan.

Periorale Dermatitis durch Maske

Es kann auch zu einer Perioralen Dermatitis durch Maske kommen. Dieses Phänomen wurde während der Corona Pandemie unter der Bezeichnung „Maskne“ bekannt.

Wer ist gefährdet eine Stewardessenkrankheit zu bekommen?

Periorale Dermatitis scheint eine Influencer:innen-Krankheit zu sein. Zumindest scheint es so, wenn wir gewissen Kanälen folgen. In den letzten Jahren bekennen sich immer mehr von ihnen dazu, es mit der Kosmetik übertrieben zu haben. Die Gefahr besteht für Alle, die viele unterschiedliche Kosmetikprodukte in ihrem Beruf tragen oder testen. Dazu gehören zum Beispiel Blogger:innen, Models, Schauspieler:innen und Flugbegleiter:innen.

Vermutlich hat die Krankheit daher auch ihren Namen „Stewardessenkrankheit“ bekommen. Neben viel Make-up haben Stewardessen noch ein weiteres Problem: Oben in der Luft herrscht ein ganz anderer Luftdruck und die Haut ist weitaus mehr Stress ausgesetzt als am Boden. Flugbegleiter:innen fliegen häufig durch die Nächte. Notwendiger Schlaf, den die Haut zur Regeneration braucht, kommt zu kurz, weil der Tag-Nacht-Rhythmus verschoben ist. Hinzu kommt der Faktor, dass auch heute noch von vielen Stewardessen ein makelloses Make-up erwartet wird - eine Anforderung, die grundsätzlich fragwürdig ist. Gerade in dieser Höhe verliert die Haut sehr viel Feuchtigkeit. Sie wird durch den Luftdruck förmlich aus der Haut herausgezogen. Was auf der Haut zurück bleibt sind Reste vom Make-up. Diese trocknen die Haut noch mehr aus. Idealerweise sollten Menschen während eines Fluges eine reichhaltige Creme und ausreichend Sonnenschutz tragen. Nach der Landung macht es Sinn der Haut nochmals Feuchtigkeit zurückzugeben. Das Make-up sollte minimalistisch sein oder besser erst nach der Landung aufgetragen werden.

Da die Stewardessenkrankheit durch Stress begünstigt wird, sind prinzipiell alle Menschen mit viel Stress anfällig für die Periorale Dermatitis. Vor allem wenn dazu noch jede Menge Kosmetik kommt.

Besonders wenn du schon von Geburt an eine empfindliche Haut hast, zu Akne neigst, eine Rosazea oder andere Hautempfindlichkeit hast, kannst du deine Haut noch schneller überpflegen und so eine Periorale Dermatitis entwickeln. In diesem Fall ist die Haut von Natur aus nicht ganz so robust. Die Reizschwelle ist deutlich niedriger als bei einer unempfindlichen Haut. Hier kann es schon nach ein paar irritierenden Kontakten mit reizenden Kosmetikprodukten zu einer Überreaktion kommen. Was im Umkehrschluss nicht heißt, dass eine unempfindliche Haut keine Periorale Dermatitis entwickeln könnte.

Manchmal merken wir leider nicht, wie irritiert die eigene Haut eigentlich schon ist. Die Rötungen und das brennende Gefühl sind normal geworden. Es kommt einem vor, als ob es plötzlich passiert. Dabei ist das schon das Anfangsstadium der Perioralen Dermatitis. Du hast es vielleicht nur nicht gemerkt, weil sich noch nicht die typischen Symptome gezeigt haben. Falls bei dir die Periorale Dermatitis immer wieder kommt, frag dich auch ob deine Haut vielleicht schon immer empfindlich war. Vielleicht hat eine andere Hauterkrankung wie z.B. eine beginnende Rosazea die ständige Periorale Dermatitis begünstigt.

 

Weitere Artikel über die Behandlung der Perioralen Dermatitis sind bereits in Arbeit.