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Rosazea-Pflege: Wie du Rötungen mit ausgewählten Pflegeprodukten reduzieren kannst

Gepostet von Lara Schimweg am
Rosazea ist eine Hauterkrankung, die sich mit Rötungen zeigt
Die richtigen Hautpflegeprodukte für Rosazea oder Cuperose zu finden kann wirklich schwer sein

 

Rosazea kann richtig unangenehm sein und sich extrem auf das Wohlbefinden auswirken. Die Haut ist bei der sogenannten Kupferrose extrem empfindlich. Die Haut reagiert gefühlt auf alles. Daher lohnt sich ein genauerer Blick: Denn geeignete Hautpflege für Rosazea zu finden, fühlt sich manchmal an, wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Wir haben den aktuellen Rosazea Awareness Monat zum Anlass genommen und den Artikel im April 2021 grundlegend überarbeitet.

 

Was ist Rosazea oder Couperose?

Rosazea ist eine Hauterkrankung mit Rötungen im Gesicht, oft auch mit entzündlichen Papeln und Pusteln. Andere Namen sind Couperrose bzw. die deutschen Bezeichnungen Kupferrose, Kupferfinne oder Rotfinnen.

Meist beginnt Couperose erst ab Ende 20 oder Anfang 30. Das macht es für viele Menschen mit Couperose besonders schwer, denn Viele mussten sich bis dahin kaum Gedanken über Hautpflege und Make-up machen und stehen jetzt vor der Frage: Welche Kosmetik bei Rosazea?

Wie wird Rosazea behandelt?

Falls bei dir Rosazea diagnostiziert wurde oder wenn du vermutest, dass Rosazea die Erklärung für dein verändertes Hautbild mit Rötungen, erweiterten Äderchen oder Pusteln ist: Mach dir keinen Stress. Rosazea ist eine so Individuelle Hautgeschichte, bei der es keine Pauschallösung gibt. Und du wirst deinen eigenen Weg finden mit Couperose umzugehen.

Ein wichtiger Bestandteil der Rosazea-Behandlung ist es, Trigger zu meiden, denn diese können die Rötungen und andere Symptome verschlimmern.

Je nach Schweregrad kann auch eine Therapie mit Medikamenten oder auch ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Sprich dazu mit deiner Hautärztin / deinem Hautarzt.

Ein wesentlicher Teil der Behandlung ist in jedem Fall die Kosmetik bei Rosazea. Einerseits weil in Kosmetikprodukten viele Trigger enthalten sein können und anderseits weil die richtige Hautpflege die Haut beruhigen und Make-up die Lebensqualität deutlich verbessern kann. Über die Couperose-Pflege geht es in diesem Artikel. Zum Thema Make-up bei Rosazea erscheint demnächst ein eigener Artikel hier im Magazin.

Gesichtspflege bei Rosazea

In den nächsten Abschnitten erfährst du, welche Kosmetik-Inhaltsstoffe die Rosazea triggern können und welche Rosazea Hautpflegeprodukte meist gut funktionieren.

Kurzer Überblick: Die wichtigsten Tipps für deine Rosazea-Pflege

  1. Vermeide Rosazea-Trigger: Es gibt sehr viele Inhaltsstoffe in Kosmetik, die Rosazea-Symptome verschlimmern können. Reduziere deine Hautpflege auf das Wesentliche und setze Produkte, die deine Rosazea verstärken ab.

  2. Verwende nur Hautpflege mit einem hautfreundlichen pH-Wert zwischen 5 und 6. Verwende niemals Seife.

  3. Reinige dich nur mit milden Tensiden

  4. Nutze nur mild konservierte Hautpflege

  5. Verwende möglichst hauteigene / hautähnliche Fette, wie Squalane oder Caprylic/ Capric Triglyceride

  6. Verwende möglichst eine leichte Creme mit hohem Wassseranteil

  7. Du kannst Enzympeelings nutzen, wenn deine Haut es braucht. Sie sind das mildeste und verträglichste Peeling und für Rosazea geeignet.

Vermeide Rosazea-Trigger

Leider sind eine Menge Produkte auf dem Markt, die vorgeben mild und reizarm zu sein, die jedoch leider meist überhaupt nicht für Rosazea geeignet sind. Wenn du Rosazea hast, verträgst du viele Stoffe nicht auf deiner Haut. Und leider kann es auch vorkommen, dass Produkte, die bei anderen Menschen mit Rosazea wunderbar funktionieren, bei dir nicht unbedingt die richtige Lösung sind.

Falls du auf Hautpflege-Produkte reagierst oder falls du das Gefühl hast, dass deine Rosazea angefeuert wird, setzte die Produkte am besten immer sofort wieder ab. Beim Thema Rosazea - wie generell bei empfindlicher Haut - ist und bleibt deine eigene Haut dein bester Berater. Auf ihr ehrliches Feedback solltest du unbedingt hören.

Als Anhaltspunkt kannst du die folgende Liste mit möglichen Rosazea Triggern nehmen. Versuche diese möglichst vollständig zu meiden. Überall wo „individuell“ dahinter steht kannst du ausprobieren, ob du den Inhaltsstoff verträgst. Manche der Inhaltsstoffe können nämlich durchaus auch positive Eigenschaften haben. Manchmal kommt es auch auf die Menge an.

Kosmetik-Inhaltsstoffe, die Rosazea triggern können

  1. Kortison

  2. Duftstoffe, auch Ätherische Öle oder Blütenhydrolate

  3. PEG

  4. Basische Kosmetik (Seife unbedingt vermeiden)

  5. Zu saure Kosmetik

  6. austrocknende Alkohole

  7. Parabene (individuell)

  8. harsche Tenside

  9. Mineralöl

  10. Harnstoff (Urea)

  11. Silikone (individuell)

  12. (Pflanzliche) Öle und Fette (individuell)

  13. mechanische Reizungen, wie z.B. mechanische Peelings

  14. potente Wirkstoffe und chemische Peelings (individuell)

Es kann Situationen geben, in denen du kein Produkt findest, welches all deinen Anforderungen entspricht. Das Thema Sonnenschutz ist da eines der Schwierigsten. Sonnenschutz lässt sich kaum so herstellen, dass keine Rosazea-Trigger enthalten sind und gleichzeitig genügend Lichtschutzfaktor gegeben ist. Sonnenschutz ist jedoch für Rosazea besonders wichtig. Hier hilft derzeit leider nur ausprobieren.

Kortison

Manchmal verschreiben Dermatologen Kortison-Cremes, wenn Rosazea noch nicht eindeutig diagnostiziert wurde. Wenn du Rosazea hast oder denkst, dass du eine haben könntest, dann nehme besser kein Kortison, denn das kann die Rosazea triggern. Suche dir am besten eine(n) Dermatolog:in, der/die sich mit Rosazea auskennt.

Duftstoffe

Mit Duftstoffen ist jedoch nicht nur konventionelles Parfum gemeint. In herkömmlicher Naturkosmetik sind statt Parfum auch oft Ätherische Öle drin. Die gehören ebenfalls zu den Duftstoffen, sind meist sogar noch reizender und können deine Rosazea triggern. Lies hier warum Duftstoffe für empfindliche Haut nicht geeignet sind.

PEGs (Individuell)

PEG werden in der Kosmetik als Emulgatoren eingesetzt. Manche Hauttypen vertragen sie ohne Probleme. Rosazea hat jedoch Schwierigkeiten mit PEG-Stoffen, da sie die Haut durchlässiger für andere Stoffe machen. PEG-Stoffe waschen auch zu viele gute Fette aus deiner Haut und das könnte dann ein Triggerfaktor für deine Rosazea sein. Im schlechten Fall feuert das Entzündungen an. Das gilt es zu vermeiden. Deshalb schau am besten nach einer Hautpflege ohne PEG. In echter Naturkosmetik werden übrigens keine PEGs eingesetzt.

Basische Kosmetik oder zu saurer pH Wert

Rosazea reagiert sehr empfindlich auf basische/ alkalische Hautpflegeprodukte. Seifen sind beispielsweise basisch und können deine Haut sehr empfindlich machen. Aber auch zu saure Produkte, wie beispielsweise Fruchtsäurepeelings können problematisch sein.

Der nätürliche pH-Wert deiner Haut liegt ungefähr bei 5,5. Und diesen solltest du unbedingt erhalten, weil so auch der Säureschutzmantel intakt bleibt. Dieser schützt deine Haut vor Bakterien und Viren. Basische Hautpflege kann den Säureschutzmantel angreifen und die Haut so austrocknen. Häufig entzündet sich die Haut in Folge. Die Haut wäre geschwächt und regeneriert viel langsamer.

Harsche Tenside

Achte darauf, dass keine aggressiven Tenside in deiner Gesichtsreingung vorkommen. Sehr harsche Tenside erkennst du unter diesen Namen:

  • Sodium Lauryl Sulfate (SLS)

  • Sodium Laureth Sulfate (SLES)

Diese harschen Tenside entziehen deine Haut zu viel Fett und machen sie empfindlicher, sodass deine Rosazea schneller wieder aktiv werden könnte.

Austrocknende Alkohole

Viele Alkohole sind austrocknend. Sie werden in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt - vor allem in der Naturkosmetik. Aber warum?

Manchmal werden sie verwendet, um die Textur von Produkten zu verbessern oder sie kommen zum Einsatz, damit bestimmte Wirkstoffe tiefer in die Haut eindringen können. In herkömmlicher Naturkosmetik werden austrocknende Alkohole übrigens oft als Konservierervierungsmittel verwendet, um Parabene zu ersetzen, die in der Naturkosmetik nicht erlaubt sind.

Diese Art der Alkohole trockenen deine Haut leider aus. Durch den regelmäßigen Gebrauch würdest du deiner empfindlichen Haut stetig die notwendigen Fette entziehen. Doch deine Haut braucht Fette, um Feuchtigkeit innen zu halten. Wenn zu viel Fett entzogen wird, verliert deine Haut über den Tag zu viel Feuchtigkeit. Und dieses Ungleichgewicht zwischen ständig fehlender Feuchtigkeit und regelmäßigem Fettentzug versucht die Haut dann auszugleichen, indem sie einfach unkontrolliert nachfettet. Weil deine Haut dann nicht mehr im Gleichgewicht ist, kann sie sensibler auf Reize aus der Umwelt reagieren. Röte oder entzündete Pusteln können leichter entstehen, sodass deine Rosazea aufblüht.

Und all das möchtest du ja vermeiden. Deshalb lass am besten Hautpflege- und Kosmetikprodukte mit austrocknenden Alkoholen konsequent weg. Du erkennst austrocknende Alkohole in der INCI Liste an folgenden Bezeichnungen:

  • Alcohol

  • Alcohol denat.

  • Denatured alcohol

  • Ethanol

  • Isopropanol

  • Isopropyl alcohol

  • SD alcohol 40

  • SD alcohol

  • Propanol

  • Propyl alcohol

 

Jedoch sind nicht alle Alkohole problematisch. Sogenannte Fettalkohole können sogar Feuchtigkeit spenden und sind somit gute Helfer in der Hautpflege. Mehr dazu unten im Abschnitt über die richtige Konservierung.

Parabene (individuell)

In der konventionellen Kosmetik werden Hautpflegeprodukte mithilfe von Parabenen sehr lange haltbar gemacht. In der Naturkosmetik sind Parabeln nicht erlaubt.

Parabene sind synthetische Konservierungsstoffe. Sie wirken hervorragend gegen jegliche Art von Keimen und sorgen so dafür, dass deine Hautpflege auch nach dem Öffnen noch extrem lange haltbar ist. Jedoch stehen Parabene im Verdacht, dass sie das Hormonsystem beeinflussen könnten. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Parabene schädlich sind, jedoch kann es bei empfindlicher Haut und gerade bei Rosazea sinnvoll sein Parabene wenn möglich zu meiden.

Mineralöl

Mineralöle sind zu schwer für Rosazea. Sie legen sich auf deine Haut und sperren sie ein. Das kann im schlechten Fall die Durchblutung zu sehr anregen, sodass es zum Flush oder zu neuen Entzündungen kommen könnte.

Mineralöle erkennst du z.B. an folgenden Namen in der INCI-Liste:

  • Mineral Oil

  • Petrolatum

  • Paraffinum Liquidum

  • Paraffinum Subliquidum

  • Cera Microcristallina

  • Microcrystalline Wax

  • Ozokerit

  • Ceresin

  • Vaseline

Urea

Während Harnstoff (Urea) bei empfindlicher Neurodermitis sehr gut helfen kann, wird Rosazea durch Urea getriggert. Harnstoff ist zu reichhaltig und abschließend für Couperose und lässt Entzündungen aufflammen.

Öle und Fette (individuell)

Vermutlich hat du schon bemerkt, dass manch eine Creme zu schwer auf deiner empfindlichen Haut aufliegt. Falls deine Hautpflege nämlich zu viele fettige Pflanzenöle, Wachse oder Buttern enthält kann das deine Rosazea triggern.

Zu viel Fett liegt schwer auf deiner Haut auf. Unter solch einem Fettmantel kann Rosazea Haut anfangen zu schwitzen. So ein Hitzestau kann dazu führen, dass deine Durchblutung zu sehr angeregt wird und deine Haut stark errötet - Es kommt zum sogenannten Flush. Gesichtsröte zieht oft Entzündungsprozesse nach sich, die deine Rosazea aufblühen lassen.

 

Bedenke: In einem unverarbeiteten Pflanzenöl steckt eben nicht nur ein Inhaltsstoff sondern eine Vielzahl an unterschiedlichen Nährstoffen, Fetten und Vitaminen. Versteh das nicht falsch: Diese Stoffe können auch sehr gut für die Haut sein. Gerade bei Rosazea können unverarbeitete Öle die Haut jedoch auch überfordern. Bei einer Öl-Mischung muss deine Haut sogar mit noch mehr Inhaltsstoffen klar kommen. Und du weißt nicht, was du aus der Mischung vertragen hast und was nicht.

 

Pure Öle sollten generell nie direkt auf die trockene Haut gegeben werden. Sie können die Haut auf Dauer austrocknen. Gesichtsöle sollten nur auf feuchte Haut und am besten immer über einer Creme aufgetragen werden.

Pflanzenöle sind auch oft Bestandteil von Cremes. Es kann sein, dass die Menge so gering ist, dass du die Creme gut verträgst. Das solltest du individuell ausprobieren.


Es kann sein, dass du durchaus manche Öle verträgst. Doch probiere immer nur ein Öl auf einmal und verändere deine Routine sonst nicht. Hier ein paar Öle, die meist etwas besser verträglich sind:

  • Jojoba Öl (für eher trockene Haut; ähnelt dem Sebum der Haut)

  • Hanf-Öl (für eher fettige Haut, die zu Pickelchen und Entzündungen neigt)

  • Hagebuttenkernöl (auch Rosehip Oil oder Wildrosenöl genannt; kann eine Alternative für Hanf-Öl sein, wirkt allerdings anregend und kann daher manchmal auch einen Rosazea-Flush auslösen)


Finde heraus, was am besten für dich und deine Haut funktioniert: Pflanzenöle haben im Gegensatz zu Silikonen zusätzlich eine pflegende Wirkung, weil sie noch Nährstoffe und Vitamine enthalten. Jedoch solltest du bei bei Rosazea mit Pflanzenölen vorsichtig sein, egal ob Pur, in Cremes oder Öl-Mischungen.

Es gibt auch Alternativen zu den unverarbeiteten Pflanzenölen, die für empfindliche Haut meist besser verträglich sind. Dazu weiter unten mehr.

Silikone (individuell)

Cremes mit Silikonen fühlen sich oft sehr leicht an. Leider ist Silikon bei empfindlicher Rosazea-Haut mit Vorsicht zu genießen. Manche Menschen mit Rosazea vertragen keine Silikone. Denn Silikone legen sich auf die Haut und können sie reizen und austrocknen. Das ist sehr individuell. Denn tatsächlich gleicht nicht jedes Silikon dem anderen. Silikone sind in der Hautpflege unter anderem, um zu verhindern, dass die Haut Feuchtigkeit verliert. Das kann für viele Hauttypen gut funktionieren und vor allem sehr ölige Hauttypen profitieren meist von Öl-freien Produkten, weil fettige Haut oft nur wenig Fett verträgt. Da kann übrigens ein milder Feuchtigkeitsspender ohne Öl und Silikon helfen, weil der sich mit dem natürlichen Fett auf der Haut verbinden kann. Denn fettige Haut braucht nicht unbedingt eine Creme, wenn sie nicht spannt, was Feuchtigkeitsmangel bedeuten würde.

In Naturkosmetik gibt es keine Silikone. Dafür ist es manchmal schwierig mit den Pflanzenölen.

Du erkennst Silikone in der INCI-Liste an Namen wie diesen:

  • Dimethicone

  • Methicone

  • Polysiloxane

  • Cyclomethicone

Potente Wirkstoffe (individuell)

Da Rosazea sehr empfindlich auf jegliche Reize reagiert, können potente Wirkstoffe schon zu viel sein. Zum Beispiel vertragen manche Menschen mit Couperrose Niacinamide, andere reagieren sehr empfindlich darauf und bekommen vermehrt Pusteln, Rötungen und starke Entzündungen. Wenn du mit Niacinamiden starten willst, beginne mit einer niedrigen Konzentration. 5% gelten bei unempfindlicher Haut noch als gut verträglich. Fange also mit niedrigeren Konzentrationen ab z.B 2% an, falls du es ausprobieren möchtest. Höre auf das Feedback deiner Haut. Wenn die Einsatzkonzentration nicht angegeben ist, verwende das Produkt nicht.

Die Einen kommen mit geringen Dosen an Retinol klar und es kann sogar Rosazea Symptome verringern, Andere reagieren schon bei kleinsten Mengen. In der Schwangerschaft solltest du übrigens kein Retinol verwenden. Es ist ein sehr potenter Wirkstoff und er könnte dann das ungeborene Kind schädigen. Auch hier frage dich immer, ob deine Haut Retinol wirklich braucht und entscheide dann.

Auch bei Vitamin C ist es wieder sehr individuell. Es kann den Hautstress reduzieren und kann ein guter Ersatz für exotische Pflanzenextrakte sein, die ebenfalls Trigger sein können. Nur wenige Menschen mit Rosazea vertragen (hochdosierte) Ascorbinsäure. Die ist zu stark, auch wenn sie als sehr potent und wirksam gilt.

Bei Rosazea sollest du - wenn du Vitamin C nutzen willst - immer auf Vitamin C Derivate (Abkömmlinge vom Vitamin C, die milder, aber auch etwas weniger wirksam sind als Ascorbinsäure mit der INCI Ascorbic Acid) zurückgreifen. Und achte darauf, dass du Vitamin C besser als eigenständiges Produkt verwendest. Vielen Cremes ist Vitamin C einfach zugesetzt. Wenn du das beim Einkauf nicht bemerkst, kann es schnell passieren, dass du Vitamin C mehrfach nutzt und erst recht mit Rötungen reagierst. Hier findest du mehr über Vitamin C und die unterschiedlichen Derivate.

Und auch hier gilt: Schau unbedingt was deine Haut toleriert. Gut möglich, dass du die optimale Menge für deine Haut heraus findest.

Mechanische Reizungen und Peelings

Mechanische Peelings sollten ein klares Tabu für deine Haut sein. Da gibt es nichts dran zu rütteln, genauso wie bei den Ätherischen Ölen und den austrocknenden Alkoholen.

Mechanische Peeling enthalten viel zu große scharfkantige Peelingkörner, die deine Haut verletzen können. Es können Mikrorisse in deiner Haut entstehen, die du mit dem bloßen Augen nicht erkennen kannst. Und das sind ideale Eintrittspforten für Keime, die Entzündungen entstehen lassen können. Auch den Druck wirst du mir deinen Händen nicht so einfach gleichmäßig regulieren können. Und zu starker Druck regt die Durchblutung zu sehr an. Das führt dazu, dass deine Gefäße weit gestellt werden und dein Gesicht errötet. Und ständiges Erröten solltest du bei Rosazea unbedingt vermeiden, da die Gefäße geschwächt werden und dann vielleicht weit gestellt bleiben. Das hätte dann zur Folge, dass dein Gesicht rot bleiben würde.

Daher nutzte am besten keine solcher mechanischen Peelings:

  • starkes Abrubbeln der Haut mit einem Handtuch oder Musselin Tuch

  • mineralische Tonerde / Heilerde (trocknet die Haut auch noch aus)

  • Aprikosenkerne oder anderen harsche Peelingkörner

  • DIYs mit Salz, Zucker und Co.

  • Luffa-Schwämme

  • Gesichtsbürsten

  • Konjak-Schwämme

  • raue Mikrofasertücher: Wenn du dich mit Mikrofastertüchern reinigen möchtest, nimm ein möglichst weiches Material.

Chemische Peelings (Individuell)

Bei chemischen Peelings gehst du es lieber vorsichtig an. Denn du solltest deine Haut nicht zu oft peelen. Auch eine zu hohe Konzentration kann deine Haut reizen. Manche vertragen chemische Peelings gar nicht.

  • Salizylsäure (BHA)

  • sehr kleine Glykosäuren (AHA, Alpha Hydroxy Acid)


Manche Menschen mit Rosazea kommen mit der größten Glycolsäure (Lactic Acid) in niedriger Dosis ganz gut klar, weil diese nicht so tief in die Haut penetrieren kann. Sei dir jedoch darüber bewusst, dass jedes chemische Peeling die Durchblutung in der Haut anregt. Chemische Peelings beschleunigen nämlich den natürlichen Hautzyklus. Eine milde Alternativ zu AHAs sind PHAs (Poly Hydroxy Acid). Diese regen zwar auch die Durchblutung an, sind jedoch ein natürlicher Bestandteil der Haut und daher deutlich milder zur Haut. Sie wirken ähnlich gut wie potente AHAs. Es braucht nur ein bisschen länger, bis PHAs ein Ergebnis zeigen.

Fruchtsäuren und Fruchtextrakte

In der Naturkosmetik gibt es neben den klassischen Wirkstoffen auch die Fruchtsäuren, wie Ananas- Papaya- oder Hibiskus Extrakt. Sie sollen die Haut glatt und ebenmäßiger machen. Diese natürlichen Fruchtextrakte wirken wie AHAs. Und sie haben leider den Nachteil, dass du nicht genau weißt, welche Konzentration an natürlichen Wirkstoffen in deinem Produkt steckt. Und der natürliche Säuregehalt kann bei Fruchtextrakten sehr verscheiden ausfallen. So kann der Säuregehalt natürlichen Schwankungen unterliegen. Als meide Fruchtextrakte wie diese:

  • Papaya-Extrakt

  • Hibiskus-Extrakt

  • Ananas-Extrakt

 

Haut beruhigen: Die richtige Gesichtspflege bei Rosazea

Bis hierher ging es überwiegend ums Weglassen. Damit alleine kannst du wahrscheinlich schon viel erreichen. Aber wie finde ich nun die richtige Rosazea-Pflege?

Sinnvolle Inhaltsstoffe für die Rosazea-Pflege

Deine Haut benötigt Gesichtspflege, die deine Haut beruhigt, Entzündungen hemmt und die Gefäße stärkt. Suche daher nach Hautpflege mit beruhigenden und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen.

Beruhigende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe
  • Grüner Tee: wirkt beruhigend, entzündungshemmend und antioxidativ (INCI: Camellia Sinensis Leaf Extract)

  • Hafer: wirkt beruhigend und entzündungshemmend, enthält Beta Glucan (INCI: Colloidal Oatmeal)

  • Beta-Glucan: sehr langanhaltend feuchtigkeitsspendend

  • Bisabolool: entzündungshemmend und beruhigend. Bisabolool wird aus der Kamille gewonnen, ist jedoch deutlich verträglicher als die Kamille selbst, da die Ätherischen Öle aus der Pflanze nicht mehr enthalten sind.

  • Süßholzwurzel: stärkt die Gefäße (INCI: Dipotassium Glycyrrhizate)

  • Panthenol: Wundheilend (leider nicht so nachhaltig und daher nicht in Naturkosmetik)

Wirkstoffe für Rosazea

Einige Wirkstoffe können helfen, die Rosazea-Symptome zu mildern. Dazu gehören:

  • Azelainsäure: mildert Rötungen und Pusteln, kann jedoch die Haut auch austrocknen - dann sollte die komplette Hautpflege entsprechend verändert werden. (Es gibt zwar frei verkäufliche Präparate. Wir empfehlen jedoch, sich mit der Hautärztin / dem Hautarzt abzusprechen) Bei milderen Formen von Rosazea lohnt es sich eher über ein Enzympeeling nachzudenken.

  • Niacinamide: Das Vitamin B3 wirkt bei Rosazea sehr individuell. Deshalb taucht es sowohl bei den potentiellen Triggern als auch hier bei den Wirkstoffen auf. Sie können helfen die Symptome zu reduzieren. Falls du Niacinamide ausprobieren möchtest, dann achte auf eine niedrige Konzentration bis maximal 5%. Studien haben gezeigt, dass sich bei höheren Konzentrationen die Wirkung umkehren kann. Leider werden bei vielen Produkten die enthaltene Menge nicht gekennzeichnet. Von solchen Produkten raten wir vor allem bei Rosazea ab.

  • Fermentierte Milchsäurebakterien: stärken das Mikrobiom und reduzieren schlechte Bakterien. Die Haut wird weniger empfindlich und Rötungen werden reduziert. (INCI: Lactobacillus Ferment)

Feuchtigkeitsspender

Feuchtigkeitsbindende Stoffe sind ebenfalls wichtig. Hier solltest du jedoch nicht übertreiben. Wenn du zu viele Toner, Seren und Cremes übereinander layerst kann die empfindliche Rosazea Haut überpflegt werden. Schau, dass du ein wenig Feuchtigkeitsspender in deiner Routine hast. Dazu zählen unter Anderem:

  • Hyaluron

  • Glycerin

  • Ectoin

Wasser oder Pflanzensäfte?

In der Naturkosmetik werden oft Pflanzensäfte als Wasserersatz verwendet. Pflanzensäfte sind grundsätzlich nicht unbedingt besser oder schlechter. Es kommt individuell darauf an, ob du den jeweiligen Pflanzensaft verträgst oder nicht.

Da jede Haut Wasser verträgt ist Wasser bei Rosazea in keinem Fall verkehrt.

Manche Menschen mit Rosazea vertragen Pflanzensäfte ohne Probleme. Falls das bei dir so ist, kann deine Haut beispielsweise von natürlichem Aloe Vera Saft profitieren. Pflanzensäfte enthalten viele Antioxidantien, die deine Haut zusätzlich vor Umwelteinflüssen schützen und widerstandsfähiger machen. Achte hier immer auf eine gute Qualität. Natürlicher Aloe Vera Saft sollte immer mit guten Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin oder Hyaluronsäure gepaart sein, damit deine Haut gut durchfeuchtet wird und du etwas von der Wirkung hast.

Nur Blütenhydrolate solltest du bei empfindlicher Haut und vor allem bei Rosazea auf jeden Fall vermeiden. Blütenhydrolate, wie Rosenwasser, Oragenblütenwasser oder Zaubernusswasser reizen deine Rosazea und können Entzündungen auslösen. Leider wird Rosenwasser von vielen Marken und auch in schlecht recherchierten Artikeln zur Beruhigung für sehr empfindliche Haut und auch für Rosazea empfohlen. Leider werden Blütenhydrolate auch oft in Cremes und Tonern als Ersatz für Wasser verwendet.

Statt Rosenwasser oder anderen Blütenhydrolaten nutze lieber reizarme feuchtigkeitsspendende Toner, Seren oder Essenzen, die auch gut verträgliche Feuchtigkeitsspender enthalten. So kannst du deiner Haut zusätzlich Feuchtigkeit geben, falls deine Creme nicht ausreicht. Denn bei Rosazea ist es manchmal besser aus einem Schritt, zwei Schritte zu machen: Ausreichend Feuchtigkeit bekommt deine Haut durch Öl-freie Toner oder Seren. Eine leichte Creme, die nicht schwer aufliegt und die Haut nicht schwitzen lässt, kommt dann darüber. So kommt nicht zu viel Fett auf die Haut, ein Hitzestau wird vermieden und deine Haut wird beruhigt.

Alternativen zu unverarbeiteten Pflanzenölen

Eine gute Alternative für Pflanzenöle sind pflanzlich gewonnene verarbeitete Öle. Diese Öle wurden so verarbeitet, dass sie dem Fett in der Haut entsprechen oder diesem sehr ähnlich sind. Dadurch kann die Haut diese Öle vollständig aufnehmen, sofern ihr Fett fehlt. Es sind keine reizenden Pflanzenstoffe mehr enthalten:

  • Caprylic / Capric Triglycerides

  • Squalane

  • Lecithin

Die richtige Konservierung

Parabene und austrocknende Alkohole können die Rosazea triggern. Ist es dann nicht am besten ganz auf Konservierungsstoffe zu verzichten? Nein, deine Hautpflege sollte in jedem Fall ausreichend konserviert sein, weil sich sonst Bakterien oder Pilze in deiner Hautpflege entwickeln können. Diese würden nur wieder Stress für deine Rosazea bedeuten. Entzündungen auf deiner Haut hätten ein leichteres Spiel.

Schau nach milden Konservierungsstoffen. Es gibt gute feuchtigkeitsspendende Alkohole (sogenannten Fettalkohole), die du auch mit empfindlicher Rosazea Haut gut verträgst. Keine Angst, das sind nicht die oben erwähnten austrocknenden Alkohole:

  • Pentylene Glycol ist ein Fettalkohol. Dieser spendet deiner Haut zusätzlich natürlich Feuchtigkeit und wirkt gleichzeitig konservierend. Pentylene Glycol ist sehr mild und auch für sehr empfindliche Haut äußert verträglich und deshalb für Rosazea sehr empfehlenswert. Deshalb verwenden wir bei Xeno Pentylene Glycol zur milden Konservierung.

Manche Naturkosmetik-Marken nehmen es mit der Konservierung leider nicht so genau. Dabei ist es hier wirklich wichtig, da gerade natürliche Produkte schnell verderben können. Es reicht nicht aus, wenn Kosmetik nur gegen Bakterien geschützt ist und nicht gegen Pilze. Denn Pilze können sich schnell vermehren, wenn du deine Produkte eine Weile nutzt.

Hautpflege für Rosazea sollte also unbedingt mild und verträglich konserviert sein. Schau vorm Kauf immer genau hin: Wenn alles stimmt, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du deine Rosazea nicht anfeuerst.

Rosazea-Pflegeprodukte

Auch wenn es schwer ist all die Inhaltsstoffe zu meiden kannst du auf ein paar Dinge achten, die dir die Suche nach einer geeigneten Hautpflege für Rosazea einfacher machen. Mit den folgenden Tipps findet du vielleicht bald geeignete Hautpflegeprodukte, die deine Rosazea oder Cuperose beruhigen werden.

Gesichtsreinigung bei Rosazea

Rosazea-Haut braucht eine sehr milde Reinigung. Falls du deine Haut gerne mit Reinigungsölen reinigst, sollten diese einen verträglichen Emulgator enthalten, damit du das Öl vollständig abwaschen kannst. Denn ein Ölfilm könnte wieder Entzündungen entstehen lassen. Einige Menschen mit Rosazea vertragen jedoch die Öle in Öl-Reinigern nicht so gut.

Noch verträglicher sind in diesem Fall Reniger, die sehr milde Tenside enthalten. Zu den verträglichsten zählen milde Zuckertenside.

Übrigens: Empfindliche Rosazea-Haut solltest du am besten mit lauwarmem Wasser waschen, da kaltes und zu heißes Wasser die Durchblutung zu stark anregt.

Auf Rosazea Selbsthilfe finden sich auch ein paar wundervolle Tipps, wie du dein Gesicht reinigen kannst und wie du deine Haut mit der richtigen Reinigung effektiv beruhigst.

Mit Rosazea solltest du in keinem Fall Seife verwenden., da bei der Seifenherstellung sehr starke Tenside entstehen. Außerdem ist der pH-Wert von Seifen wie oben schon erwähnt viel zu hoch.

Welche Creme bei Rosazea?

Cremes sollen verhindern, dass die Haut Feuchtigkeit verliert. Feuchtigkeitscremes spenden der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Um den Wasserverlust aufzuhalten werden Inhaltsstoffe verwendet, die eine leichte Schicht auf der Haut bilden. Das kann Öl, Silikon oder Mineralöl sein. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit länger in der Haut. Dies nennt man auch Okkulusion. Zu abschließende (okklusive) Cremes sind jedoch für Haut mit Rosazea nicht geeignet. Das Problem: Weder Mineralöl noch Silikon oder Pflanzenöle können uneingeschränkt bei Rosazea empfohlen werden.

Doch was heißt das jetzt für deine Hautpflege bei Couperose, wo deine Haut doch manchmal auch ein bisschen trocken ist und ein bisschen Fett ihr gut täte?

In deiner Creme darf ruhig ein bisschen Fett enthalten sein. Am besten achtest du auf gut verträgliche Fette in deiner Creme. Sehr gut verträglich sind natürlich gewonnene Fette, die von Natur aus in der Haut vorkommen oder den hauteigenen Fetten sehr ähneln. Doch auch von diesen Fetten brauchst du nicht zu viel:

  • Squalane: ähnelt dem hauteigenen Squalene, kann z.B. aus Olivenöl oder Zuckerrohr gewonnen werden

  • Caprylic/ Capric Triglyceride

  • Lecithin

Da Rosazea nicht so viel Fett mag, sind dicke fette Cremes oder Salben zu viel für deine Haut. Schau nach Creme, die einen hohen Wasseranteil hat.

Brauche ich ein Couperose-Serum oder andere Treatments?

Egal mit welchem aktiven Wirkstoffen du starten willst: Beginne immer nur mit einem neuen Wirkstoff. Deshalb ist es ratsam, dass die potenten Wirkstoffe für Rosazea jeweils in einzelnen Produkten vorkommen. So kannst du sie, wenn du sie nicht verträgst einfach wieder absetzen und deine Alltags-Routine bleibt dir sicher. Wenn du weitere Produkte dazu nimmst: Layer nicht alle übereinander sondern wechsle an den Tagen ab, damit du deine Haut nicht überforderst.

Beginne immer mit der niedrigsten Konzentration und achte stark darauf was deine Haut dir zurück meldet. Wenn du das Gefühl hast, dass es dir nicht gut tut, setze es sofort ab. Gib deiner Haut dann ein paar Wochen Zeit sich zu beruhigen, bevor du es mit einem anderen potenten Wirkstoff versuchen möchtest. So reizt du deine Rosazea nicht zu viel. Verwende keine potenten Wirkstoffe, wenn die genaue Konzentration nicht angegeben ist.

Tipp: Das Bright Head Serum-Spray von Xeno enthält milde Wirkstoffe, wie Fermentierte Milchsäurebakterien (Lactobacillus Ferment), Aloe Vera und Grünen Tee.

Enzympeeling bei Rosazea

Mechanische Peelings und auch (Frucht)Säure-Peelings sind mit Vorsicht zu genießen. Besser sind Enzym Peelings. Enzym Peelings sind die mildeste Art die Haut zu peelen und auch Rosazea verträgt diese meist sehr gut. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Frag dich immer, ob deine Haut ein Peeling braucht und starte langsam. Ein bis zwei mal in der Woche reicht vollkommen aus.

Achte bei allen Peelings, egal ob Lactic Acid, PHAs oder Enzymen darauf, dass sie keine zusätzlichen reizenderen Stoffe, wie Blütenextrakt, Tonerde oder Blütensäfte enthalten. Leider gibt es einige Naturkosmetik Marken, die Tonerde oder andere grobe Mineralien in Enzympeelings verwenden. Tonerde ist scharfkantig und wirkt verletzend, wie ein mechanisches Peeling. Rosenwasser oder andere triggernde Inhaltsstoffe reizen die Haut noch mehr, wenn du sie aktiv mit einem Peeling behandelst. Die Reizer kämen so leichter in die Haut und deine Rosazea würde getriggert werden.

Sonnenschutz bei Rosazea

Sonnenschutz ist für jede(n) wichtig zur Prävention von Hautkrebs und auch das beste Anti-Aging Mittel, denn Sonnenschutz bewirkt, dass Pigmentflecken und Falten nicht so schnell entstehen.

Aber für Rosazea ist Sonnenschutz noch wichtiger, weil die Sonne die Symptome verstärken kann. Leider enthalten viele Sonnencremes einen oder mehrere triggernde Inhaltsstoffe, wie Pflanzenöl, Silikon oder Alkohol. Auch manche Sonnenschutzfilter können Rosazea-Trigger sein. In diesem Fall ist es jedoch nicht ratsam den Sonnenschutz einfach zu meiden. Du solltest einen Sonnenschutz suchen, der individuell auf deiner Haut funktioniert bzw. den geringsten Schaden anrichtet. Hier ein paar Tipps für die Eingrenzung:

  • Wenn du mit Ölen einigermaßen zurecht kommst, kannst du es mit Naturkosmetik-Sonnenschutz probieren. Diese verzichten auf chemische Sonnenschutzfilter. Wenn dich der Weißeleffekt der mineralischen Sonnenschutzfilter stört kannst du eine getönte Sonnencreme verwenden. Vorsicht bei Naturkosmetik vor Ätherischen Ölen und anderen reizenden Inhaltsstoffen.

  • Wenn du chemische Sonnenschutzfilter verträgst kannst du evtl. bei Sonnencremes aus der Apotheke fündig werden. Diese sind meist ohne reizende Inhaltsstoffe. Es gibt in der Apotheke sowohl Sonnencremes mit Silikon als auch mit Öl.

In unserem kostenlosen Sonnenschutz-Guide findest du Tipps für Sonnencremes, die für empfindliche Haut und damit auch für Rosazea geeignet sein könnten.
    Bei Rosazea ist weniger mehr

    Wenn ein Pflegeprodukt zu viele Inhaltsstoffe hat, solltest du es am besten nicht kaufen. Denn bei Rosazea gilt: Weniger ist mehr. So hast du viel mehr Kontrolle welche Inhaltsstoffe wirklich auf deine Haut kommen. So können die Inhaltsstoffe sich nicht zu stark untereinander beeinflussen.

    Auch bei der Menge deiner Hautpflegeprodukte, solltest du es lieber minimalistisch halten. Denn zu viele unterschiedliche Produkte mit jeweils verschiedener Wirkungen könnten deine Haut irritieren und negativ auf deine Rosazea einwirken. Auch die Chance, dass du etwas nicht verträgst ist bei einer großen Menge an Produkten natürlich höher. Du könntest schnell den Überblick verlieren, was deiner Haut gut tut und was nicht.

    Es gibt zwar keine feste Anzahl, wie viele Produkt perfekt sind, oder ab wann es zu viel Produkte sind. Aber grundlegend gehört zu einer minimalistischen Basisroutine nur eine milde Reinigung, eine leichte Creme (nicht notwendig, wenn deine Haut fettig ist) und ein für deine Haut passender Sonnenschutz.

    Naturkosmetik bei Rosazea

    Sollte ich bei Rosazea lieber Naturkosmetik verwenden? Diese Frage lässt sich nur mit einem klaren „Jein“ beantworten. Wie du bereits oben gelesen hast gibt es viele natürliche Inhaltsstoffe, die bei Rosazea nicht geeignet sind. Dazu zählen die Ätherischen Öle, Blütenhydrolate, Alkohole und auch die Pflanzenöle. Jedoch sind in vielen konventionellen Pflegeprodukten Mineralöl oder Silikon, synthetische Duftstoffe. Deshalb ist die Umstellung auf Naturkosmetik manchmal echt schwierig. Unsere Meinung dazu: Naturkosmetik wäre eine sehr gute Möglichkeit, wenn reizende Inhaltsstoffe weggelassen würden. Dies ist jedoch leider sehr selten und kaum eine Marke ist dabei konsequent. Im Blog von Paper & Powder findest du meinen Gastartikel über Naturkosmetik bei Rosazea.

    Falls du reizarme Naturkosmetik suchst, die vollständig auf Duftstoffe, austrocknende Alkohole, Blütenhydrolate und andere reizenden Inhaltsstoffe verzichtet, dann schau doch mal bei uns vorbei: Hier findest du Naturkosmetik ohne Rosazea Trigger.

    Fazit

    Rosazea ist sehr individuell und was bei einem Menschen funktioniert, ist beim Anderen nicht unbedingt die perfekte Lösung.

    Jedoch kannst du Tipps aus diesem Artikel in deiner Hautpflege schon mal berücksichtigen. Achte zusätzlich immer darauf, wie deine Haut reagiert und passe deine Hautpflege entsprechend an. So löst du möglichst keine neuen Reize in deiner Haut aus, die Entzündungen aufflammen lassen könnten.

    Vielleicht sorgen die Tipps ja sogar dafür, dass deine Haut wieder vollständig zur Ruhe kommt. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Viel Erfolg.

     

    Wie gehts du mit diesem schwierigen Thema um? Hast du für dich schon herausgefunden, was gut funktioniert? Schreib uns gerne von deiner Erfahrung mit Rosazea in den Kommentaren.

    Lara Schimweg

    Über die Autorin

    Lara Schimweg ist Gründerin von Xeno. Sie hat Sportwissenschaft und Gesundheitsforschung studiert und ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin. Lara hat Rosazea und sehr empfindliche Haut.

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